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Newsletter Februar 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr hat längst Fahrt aufgenommen und die Kalender füllen sich. Wir freuen uns, Ihre Jahresplanung um weitere Veranstaltungsangebote zu ergänzen.

Wir starten mit der Weiterführung unserer Web-Seminarreihe. Hier bieten wir Online-Seminare zur Notenumrechnung, zur Organisation von pauschaler Anerkennung und zur Digitalisierung von Anerkennung und Anrechnung an. In Präsenz können Sie im Mai sowohl unsere Regionaltagung zur Anrechnung in Stuttgart als auch unsere Konferenz in Berlin zu Empfehlungen von Standards für die Anerkennungs- und Anrechnungspraxis der Hochschulen besuchen. Zwei Workshops in Hannover und Frankfurt/Main richten sich vor allem an Personen aus Prüfungsausschüssen.

Darüber hinaus blicken wir mit Ihnen zurück auf die Ergebnisse unserer International Conference on Recognition und den Auftakt unserer Zukunftswerkstatt Digitalisierung.

Neu eingeführt haben wir für Sie die Rubrik „Praxisfragen“. Darin geben wir Ihnen konkrete Antworten zu aktuellen Fragen rund um die Anrechnungs- und Anerkennungspraxis.

Viel Spaß beim Lesen
wünscht Ihnen Ihr

MODUS-Team

Web-Seminare

Vergangenes Jahr haben wir eine Reihe von sieben Web-Seminaren zu Grundlagenwissen von Anerkennung und Anrechnung angeboten, die weiterhin online sind. Wir führen die Reihe nun mit spezifischen Themen zu beiden Bereichen fort und binden dabei wieder Expert:innen und Praxisbeispiele aus den Hochschulen ein.

Jedes Web-Seminar dauert eine Stunde, die Teilnahme ist kostenlos. Im Anschluss erhalten Sie auf Wunsch eine Teilnahmebescheinigung.

Web-Seminar: Vorstellung der Studie zur Digitalisierung von Anerkennungs- und Anrechnungsprozessen
23. März 2022, 10–11 Uhr

Die Digitalisierung der innerhochschulischen Anerkennungs- und Anrechnungsprozesse verspricht eine Verbesserung der praktisch-technischen Verfahrensqualität, die zu einem weiteren Ausbau sowohl der Studierendenmobilität im In- und Ausland als auch der institutionellen Durchlässigkeit führen kann. Im Web-Seminar wird einer der Autoren, Dr. Harald Gilch (HIS-HE), die von MODUS in Auftrag gegebene neue Überblicksstudie zur Digitalisierung von Anrechnungs- und Anerkennungsprozessen vorstellen. Im Anschluss wird die ehemalige HRK-Vizepräsidentin und Vorsitzende der MODUS-Zukunftswerkstatt, Prof. Dr. Monika Gross, die Ergebnisse einordnen und kommentieren. Zum Abschluss haben die Seminarteilnehmenden die Gelegenheit, ihre Fragen, Kommentare und Anregungen einzubringen.

Registrierung

Web-Seminar: Noten berücksichtigen in Anerkennungsverfahren
5. April 2022, 11-12 Uhr
Ein elementarer Aspekt eines erfolgreichen Anerkennungsverfahren nach einem Auslandsaufenthalt ist die Umrechnung der Noten für die erbrachten Leistungen. Es gibt unterschiedliche Wege für die Notenumrechnung, wichtig ist eine transparente und hochschulweit einheitliche Vorgehensweise. Dafür stellen wir im Web-Seminar zwei Praxisbeispiele vor und diskutieren typische Probleme und Herausforderungen.
Referent:innen: Tilman Dörr (MODUS), Francesco Ducatelli (International Office, TU Braunschweig) und Silvia Fath-Keiser (Dezernat Hochschulentwicklung, JGU Mainz) mit Praxisbeispielen

Registrierung

Web-Seminar: Von der individuellen zur pauschalen Anrechnung
19. Mai 2022, 11–12 Uhr
Die pauschale Anrechnung bringt viele Vorteile, stellt die Hochschulen aber vor allem bei der Umsetzung oftmals vor Herausforderungen insbesondere bei der Entwicklung von individuellen zu pauschalen Anrechnungsverfahren an einer Hochschule. Dieses Web-Seminar wird Beispiele aufzeigen, wie man mit dem Prozess beginnen und ihn z. B. auf andere Fachbereiche übertragen kann.
Referent:innen: Julia Ernst (MODUS), mit Praxisbeispielen aus Hochschulen

Registrierung

Regionaltagung in Stuttgart: Anrechnung an Hochschulen am 24. Mai 2022

Auf der Regionaltagung „Anrechnung an Hochschulen“ werden rechtliche und organisatorische Grundlagen vermittelt sowie Wege und Maßnahmen zur Umsetzung von qualitätsgesicherten, flexiblen und transparenten Anrechnungsverfahren und zur inhaltlichen Prüfung von Anträgen gezeigt. Zudem sollen regionale Vernetzung sowie ein vertiefter Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Anrechnungspraxis ermöglicht werden.

In drei separaten Workshops findet ein intensiver Austausch zur

  • Gestaltung von Anrechnungsverfahren
  • Bewertung von außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen
  • Digitalisierung des Anrechnungsprozesses

statt.

Zielgruppen sind die Vorsitzenden und Mitglieder von Prüfungsausschüssen, Lehrende, Mitarbeiter:innen in Prüfungsämtern und im Qualitätsmanagement sowie darüber hinaus alle Personen in Hochschulen und außerhochschulischen Organisationen, die sich mit Anrechnung in Hochschulen beschäftigen. Die Tagung richtet sich primär an Hochschulangehörige aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. In der weiteren Projektlaufzeit bieten wir ebenfalls Regionaltagungen in anderen Regionen an.

Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen.

Workshops zur Anerkennung für Mitglieder von Prüfungsausschüssen

Im Zentrum der Workshops stehen die Grundlagenvermittlung und der kollegiale Austausch zu wichtigen Fragen der Anerkennung. Die Workshops richten sich primär an Mitglieder von Prüfungsausschüssen und finden statt am:

5. Juli 2022 in Frankfurt/Main

6. Juli 2022 in Hannover 

Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen.

Konferenz: „Anerkennung und Anrechnung – Qualitätskriterien für die Praxis“, 31. Mai und 1. Juni 2022

Im Tagungswerk in Berlin werden aktuelle Fragen zur Anerkennungs- und Anrechnungspraxis an Hochschulen auf Grundlage der Empfehlungen der Zukunftswerkstatt „Qualitätskriterien“ vorgestellt und diskutiert. Wie können Mobilität und Durchlässigkeit, Qualitätsentwicklung und innerhochschulische Verfahren so gestaltet werden, dass sich eine Kultur der Anerkennung und Anrechnung an Hochschulen etablieren kann? Welche außerhochschulischen und hochschulischen Stakeholder müssen wie eingebunden werden, damit die Anerkennungs- und Anrechnungspraxis erfolgreich weiterentwickelt werden kann? Die Konferenz wird Möglichkeiten zum Austausch über die Umsetzung der Empfehlungen und zur Vernetzung bieten.

Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen.

Rückblicke

Zukunftswerkstatt Digitalisierung

Die Zukunftswerkstatt „Nutzung digitaler Infrastrukturen für Anerkennungs- und Anrechnungsverfahren an Hochschulen“ des Projekts MODUS hat mit ihrer konstituierenden Sitzung im Dezember 2021 ihre Arbeit aufgenommen. Sie bringt Expert:innen sowohl aus den verschiedenen Funktionsebenen der Hochschulen (Leitungen, Lehrende und Forschende sowie Mitarbeiter:innen aus der Verwaltung) als auch aus dem BMBF und den Landesministerien, dem DAAD und den Leitungen einschlägiger Digitalisierungsprojekte, -initiativen und bundesweiter Plattformen und Netzwerke zusammen.

Die ehemalige HRK-Vizepräsidentin für Digitalisierung, Professorin Dr. Monika Gross leitet die Expert:innengruppe. Sie stellte in ihrer Einführung heraus, dass nicht nur der geeignete Einsatz digitaler Technologien, sondern auch die Auseinandersetzung mit den rechtlichen Folgen Herausforderungen für die Hochschulen bei der Festlegung auf gemeinsame Standards für transparente, faire, konsistente, ressourcenschonende und effektive Anerkennungs- und Anrechnungsverfahren bedeuten. Ziel der Zukunftswerkstatt sei es, ein bundesweites Forum für den Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen den Hochschulen aufzubauen, um diese mit gelungenen guten Beispielen, geeigneten Veranstaltungsformaten und passenden Informationsangeboten bei der weiteren Ausgestaltung ihrer digitalen Veränderungsprozesse zu unterstützen.

Zu Beginn wurden erste Ergebnisse der von MODUS in Auftrag gegebenen Überblicksstudie zu Fortschritten in der Digitalisierung von Anerkennungs- und Anrechnungsprozessen an Hochschulen von Dr. Harald Gilch, HIS-HE, präsentiert und der sich daraus ergebende konkrete Handlungsbedarf eingehend diskutiert. Wichtige inhaltliche Fragen in den einzelnen Themenfeldern wurden ebenso herausgearbeitet wie geeignete Ansatzpunkte für eine wirkungsvolle Arbeit der Zukunftswerkstatt. Die Rolle von MODUS als Vermittler und Wegbereiter für kommunikative Vernetzungsaktivitäten im weiteren Kontext der innerhochschulischen Digitalisierung von Verfahren zur Anerkennung und Anrechnung wurde dabei besonders hervorgehoben.

Die Arbeit der Zukunftswerkstatt wird im Frühjahr mit einem weiteren Treffen fortgesetzt.

International Conference on Recognition, 25.–26. November 2021

Rund 500 Teilnehmende aus 42 Ländern tauschten sich auf der „International Conference on Recognition“ des HRK-Projekts MODUS zu den Themen Studierendenmobilität und Lebenslanges Lernen aus. In Keynotes, Präsentationen, Workshops und Panels wurden die Herausforderungen und Chancen fairer, transparenter und qualitätsgesicherter Verfahren zur Anrechnung und Anerkennung von Kompetenzen und Qualifikationen an Hochschulen diskutiert. HRK-Präsident Peter-André Alt appellierte an die weltweite „akademische Familie“, Lösungen auf die vielen Herausforderungen im Sinne des gegenseitigen Vertrauens zu finden. Die Notwendigkeit zur Vertrauensbildung fand sich auch in vielen anderen Beiträgen wieder. So konstatierte EUA-Präsident Michael Murphy, dass die formell-rechtlichen Rahmenbedingungen in Europa mit der Lissabon-Konvention zwar gegeben seien, nun aber die Hindernisse vor allem innerhalb der Hochschulen angegangen werden müssten. Die Studierenden berieten sich in einer „Pre-Conference“ am Vortag und brachten sich mit einer gemeinsamen Stimme wirkungsvoll in die Konferenz ein. Liv Theresa Muth vom Koordinierungsausschuss des studentischen Akkreditierungspools (KASAP) betonte, dass in Bezug auf Anerkennungspraktiken in den Hochschulen viel getan worden sei, diese jedoch in den innerhochschulischen Zielgruppen besser kommuniziert werden müssten (Video). Neben weiteren Themen standen v.a. Projekterfahrungen mit der Digitalisierung und Internationalisierung von Anerkennungs- und Anrechnungsprozessen sowie deren Qualitätsentwicklung im Fokus.

Weitere Informationen und die Videoaufzeichnungen der Keynotes finden Sie auf unserer Website.

Standpunkte

Wir setzen unsere Reihe mit Beiträgen zur Anrechnungs- und Anerkennungspraxis in Europa mit einer Einführung zur Anrechnung in Österreich fort.

Barbara Birke:
The Austrian path to RPL

Seit 2021 gibt es in Österreich neue Regelungen zur Anrechnung von außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen. Der Standpunkt beschreibt die Änderungen und ihre Konsequenzen für die Hochschulen. Mehr

Ihr Standpunkt ist ein anderer oder Sie möchten ein Thema diskutieren? Dann senden Sie uns bitte Ihren Beitrag an modus-k@hrk.de.

Fragen aus der Praxis

Ist es möglich, dass die in einem Urlaubssemester im Ausland erworbenen ECTS-Punkte von der Heimathochschule nachträglich anerkannt werden?

Eine häufige Befürchtung bei Studierenden ist es, durch einen Auslandsaufenthalt Zeit im Studium zu verlieren. Die Möglichkeit, für den Zeitraum des Auslandsaufenthaltes ein Urlaubssemester zu beantragen, könnte dazu beitragen, diese Hürde abzubauen. Im Rahmen von Auslandsaufenthalten erworbene Studien- und Prüfungsleistungen können auch dann an der Heimathochschule anerkannt werden, wenn für die Zeit des Auslandsaufenthaltes eine Beurlaubung vorliegen sollte. Häufig wird die Anerkennung von Leistungen während eines Auslandsaufenthaltes an einer Hochschule im Folgesemester vorgenommen, so dass eine Beurlaubung während des Auslandsaufenthaltes bis auf wenige Ausnahmen (z.B. ein von der Studienordnung vorgeschriebener Pflichtauslandsaufenthalt) kein Hindernis darstellt. Studierende können sich also z.B. auch für ein ERASMUS-Auslandssemester beurlauben lassen. Eine Beurlaubung ist jedoch nicht verpflichtend.

Praxisbeispiele aus Hochschulen finden Sie hier.

Sie haben eine Frage, die Sie hier gerne beantwortet sehen würden? Dann schreiben Sie uns gerne an modus-k@hrk.de.

Termine und Hinweise

HRK-Konferenz zu den Lehren aus der Corona-Pandemie:

Aufbruch in eine andere Hochschulwelt!

28./29. März 2022, Universität Potsdam

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Lehre und Studium an den Hochschulen sind vielfältig und deutlich spürbar. Sie haben grundsätzliche Diskussionen über das Wesen der Hochschulbildung, neue Formen des Austausches zwischen Lernenden und Lehrenden und die dafür benötigte Infrastruktur angestoßen. Darüber hinaus sind die psychischen und sozialen Folgen der Monate von Isolation und individualisiertem Studium noch nicht absehbar.

Die Tagung „Wege aus der Krise – Aufbruch in eine andere Hochschulwelt!“ geht in drei Themenblöcken den Fragen nach, die Studierende, Lehrende und Leitungen an den Hochschulen bewegen, und versucht, einige Wegweiser für die weitere Entwicklung aufzustellen. Sie richtet sich an alle mit dem Thema „Lehre und Studium“ befassten Personen, von Hochschulleitungen über Lehrende zu Studierenden, einschließlich der Beratungsstellen (Studienberatung, Psychosoziale Beratung).

Themenblock 1: Weltenwechsel – Perspektiven nach der Krise

Themenblock 2: Quo vadis, Hochschullehre? 

Themenblock 3: Rahmen und Struktur: wie geht es jetzt weiter?

 

"Spotlight on recognition" Projektabschlusskonferenz

13. Mai 2022 in Brüssel

Die Konferenz ist die Abschlussveranstaltung des Projekts "Spotlight on recognition", an dem die HRK beteiligt ist. Sie bietet die Gelegenheit, die aus dem Projekt gezogenen Lehren zu reflektieren und sich über laufende Entwicklungen und andere Projekte im Bereich der akademischen Anerkennung zu informieren. Die Veranstaltung ermöglicht, sich mit Gleichgesinnten aus dem gesamten Europäischen Hochschulraum zu vernetzen und sich über institutionelle Ansätze zur Anerkennung auszutauschen. Außerdem wird ein Selbstbewertungsinstrument zur Umsetzung von Anerkennungsverfahren und -entscheidungen für Hochschulen vorgestellt.

 

Über unseren Twitter-Account halten wir Sie über die Neuigkeiten im Projekt und rund um Anrechnung und Anerkennung auf dem Laufenden.

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Impressum:
Dieser Newsletter wird bereitgestellt von: 
Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz
Prof. Dr. Peter-André Alt (Vorstandsvorsitzender) 
Ahrstraße 39, 53175 Bonn 
Tel.: +49 228 887-153, Fax: +49 228 887-280 
E-Mail: post@hrk.de 
Zuständige Stiftungsaufsichtsbehörde: Bezirksregierung Köln 
Stiftungsregister des Landes NRW: AZ: 15.2.1.- 23/ 65 
USt-IdNr.: DE224596228 
 
Inhaltlich verantwortlich: 
Dr. Jens-Peter Gaul
gaul@hrk.de  
Adresse s.o.
Tel.: +49 228 887-114
 
Redaktion: Wilhelm Schäfer
 
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